Helma Terres,
E-Mail: terra-ps@t-online.de
Konferenzbeirat:
Ulrich Reh, Anne Stief, Jutta Scholz-Huy, Helma Terres, Claudia Magin, Stephan Sommer, Andrea Döring
Religionsunterricht braucht Begleitung
Religionsunterricht ist ein sensibles Fach. Vielgestaltig sind die Aufgabenfelder und Themen, denen sich Religionslehrer/innen stellen. Sie sollen
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die Begegnung mit dem christlichen Glauben ermöglichen, |
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den Dialog mit anderen Kulturen und Religionen vorbereiten, |
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die soziale Kompetenz der Schüler/innen fördern, |
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zur Identitätsfindung beitragen. |
All diese unterschiedlichen Bereiche religionspädagogischer Arbeit rufen nach Begleitung, nach Fortbildungsangeboten, nach Reflexionsmöglichkeiten.
Was ist die Konferenz?
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Die Konferenz ist die Vereinigung aller Evangelischen Religionslehrer/innen an Gymnasien, Real- und Gesamtschulen im Bereich der Evangelischen Kirche der Pfalz. Die Mitgliedschaft ergibt sich durch die hauptamtliche Lehrertätigkeit in den entsprechenden Schularten | |
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Die Konferenz verbindet Lehrer/innen und Pfarrer/innen, die in diesen Schularten arbeiten, und bildet ein Forum des Austauschs | |
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Die Konferenz ist ein Kreis, der selbstbestimmt und eigenständig arbeitet, ohne ein Verband im herkömmlichen Sinne zu sein | |
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Die
Konferenz ist Mitveranstalterin des Erziehungswissenschaftlichen Fort- und
Weiterbildungsinstituts Rheinland Pfalz (EFWI) und ihre Arbeit wird durch das
Amt für Religionsunterricht der Evangelischen Kirche der Pfalz unterstützt. |
Aufgaben der Konferenz
An dem Ziel, dem Religionsunterricht Begleitung zu geben, arbeitet die Konferenz seit über 50 Jahren. Dabei hat sie sich folgende
Punkte gesetzt:
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für Kolleg/innen ein breites Feld an Fortbildungsangeboten durchzuführen |
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den Austausch über pädagogische und theologische Fragen zwischen Religionslehrer/innen und Pfarrer/innen, erfahrenen Kolleg/innen und Berufsanfängern zu pflegen |
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eine Interessensvertretung aller Religionslehrer/innen an Gymnasien, Real- und Gesamtschulen, sowie für Pfarrer/innen im Schuldienst in diesen Schularten zu sein |
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ein Dialogpartner in Fragen des Religionsunterrichts zu sein, d.h. den Kontakt mit der Landeskirche, zu anderen Religionslehrerverbänden auf Landes-, Bundesebene und in Europa, zum Land und weiteren Gesprächspartnern wie z.B. Elternvertretern zu halten |
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für den Religionsunterricht in der Öffentlichkeit einzutreten |
In der Regel werden
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drei Nachmittagsveranstaltungen im Februar, Mai und November |
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eine dreitägige Jahrestagung im September/Oktober durchgeführt. |
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Tagungsorte sind meist das Haus Mühlberg in Enkenbach-Alsenborn oder das ZAF in Landau. |
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Genauere Hinweise und Termine entnehmen Sie dem Fort- und Weiterbildungskalender des Landes Rheinland Pfalz, auf den Seiten des EFWI (blaue Seiten). |
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Theologie, Pädagogik, Psychologie, neue didaktische Entwürfe und Methoden, der Dialog mit anderen Religionen, aktuelle Diskussion um den Religionsunterricht und das eigene Selbstverständnis - das gehört zu dem vielfältigen Spektrum an Themen und Zugängen, die von der Konferenz abwechslungsreich und komprimiert dargeboten werden. |
Aspekte der Konferenzarbeit
Eigeninitiative |
Die Angebote der Konferenz werden von Religionslehrer/innen ehrenamtlich vorbereitet und durchgeführt |
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Aktualität |
Die Konferenz versucht, in Theologie, Pädagogik, Zeitgeschehen und der Diskussion um den RU am Puls der Zeit zu sein |
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Praxisnähe |
Die Nähe zur Unterrichtspraxis ist wichtiges Kriterium für Veranstaltungen |
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Auseinandersetzung mit Methoden und didaktischen Entwürfen |
Die Suche nach geeigneten Wegen der Vermittlung führt zu der Auseinandersetzung mit aktuellen didaktischen Entwürfen der Zeit und mit einer Vielfalt an Methoden |
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Theologie im Dialog |
Aktuelle Themen der Theologie und Exegese stehen, wie der Dialog mit fremden Glaubensformen, im Blickpunkt |
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Fächerübergreifendes Denken |
Der Dialog mit anderen Fachwissenschaften und ein fächerübergreifender Unterricht wird gefördert |
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Frage nach den Jugendlichen |
Die Situation der Jugendlichen wird immer neu hinterfragt, um die Gesprächspartner im Unterricht besser verstehen zu können |
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Eintreten für den Religionsunterricht |
Die Konferenz tritt für den Religionsunterricht ein und sorgt für ein Diskussionsforum über Fragen des Religionsunterrichts |
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Klärung der eigenen Rolle als Religionslehrer/in |
Die vielfältigen Aufgaben des Religionsunterrichts führen dazu, dass auch die eigene Rolle der Religionslehrer/innen miteinander geklärt werden muss |
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Miteinander |
„Zur Konferenz fahren“ heißt, an einem besseren Verständnis unter der Religionslehrerschaft im Geist christlicher Geschwisterlichkeit zu arbeiten |
Schlaglichter aus 50 Jahren Konferenzgeschichte
Konferenzvorsitzende seit 1947:
1947-1949: Karl Adolf Conrad
1949-1954: Friedrich Ebert
1954-1966: Dr. Paul Esselborn
1966-1969: Heinrich Kronauer
1969 : Dr. Georg Ballod
1969-1975: Hermann Kuntz
1975-1978: Gerhard Baumann
1978-1980: Gebhard Neumüller
1980-1985: Christhart Heß
1985-1994: Helmut Foth
1994-1997: Horst Heller
1997-1999: Michael Landgraf
Seit 2000 : Claudia Magin
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Spätestens seit den 20er Jahren gab es eine „Konferenz Evangelischer Religionslehrer an höheren Schulen“. |
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1946: Die Kirchen sollen für die Wiedereinrichtung des Religionsunterrichts sorgen. |
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1947: Die „Konferenz Evangelischer Religionslehrer an höheren Schulen“ wird von Oberkirchenrat Theo Schaller „wieder“ ins Leben gerufen. Religionslehrer an höheren Schulen waren damals fast ausschließlich Pfarrer. |
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1948: erste Fortbildungsveranstaltungen für Religionslehrer aus dem Bereich Pfalz. |
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1950 erschien der erste Lehrplan für Evangelische Religion in Rheinland Pfalz, den die Konferenz mit vorbereitete. |
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Seit den 50er Jahren bildet die Konferenz eine Gemeinschaft von Lehrer/innen im Staatsdienst (Fakultastheologen) und Pfarrern im Schuldienst. Seit 1958 werden die ersten weiblichen Konferenzmitglieder erwähnt. |
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Seit 1954 werden mehrtägige Fortbildungsveranstaltungen ausgerichtet (Freizeiten/Jahrestagungen). Bei diesen Tagungen sollten pädagogische, theologische Themen, sowie „Standesfragen“ erörtert werden. |
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In den 60er Jahren tritt die Konferenz für die Orientierung des Religionsunterrichts am Bildungsauftrag der Schule ein. Im „Kaiserslauterer Modell“ suchte man nach Wegen, Schülern eine größere Wahlfreiheit im Kurssystem zu geben. |
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Seit 1969 wird von der Konferenz ein „Beirat“ gewählt, der die Aufgabe hat, die Veranstaltungen vorzubereiten und Außenkontakte zu pflegen. |
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Seit 1971 werden die Realschullehrer/innen aufgenommen, die seit 1972 den/die stellvertretende(n) Vorsitzende(n) stellen. |
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Seit 1972 intensive Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erzieher in Deutschland (AEED). |
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1972 übernimmt die Konferenz durch H. Kuntz die Aufgabe, in den „Religionspädagogischen Heften“ Material für den Unterricht zu erstellen. |
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1974 wird das Amt für Religionsunterricht gegründet, das nun der Ansprechpartner der Konferenz in der Landeskirche ist. |
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1977 und 1986: die Vorsitzenden der Konferenz erörtern vor der Landessynode der Ev. Kirche der Pfalz die Konferenzarbeit und pädagogische Probleme der Zeit. |
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In den 70er und 80er Jahren: Klärung des Verhältnis zum Judentum und Auseinandersetzung um die Friedensfrage |
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In den 90er Jahren: Frage nach dem eigenen Selbstverständnis im Verhältnis zum Fach Ethik. Erklärung für einen „konfessionell - kooperativen“ RU. |
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1998: Gemeinsam mit dem Verband Evangelischen Religionslehrer/innen an Berufsschulen, Gründung einer AG „Schulseelsorge/Schulnahe Sozialarbeit“ |